warum man im winter nicht übereilt eine komische tour unternehmen sollte…..ende 2003 glaub ich.

seit einigen monaten bin ich vom metha runter…und seit einigen monaten bin ich wieder auf heroin. (ich entsinne mich das ich darüber an rande berichtet habe..grins).
mein tagesablauf hat sich eingependelt auf arbeit..dann nach kassel in eine ganz bestimmte straße…shore kaufen…versuchen den letzten zug zu ergattern…nach hause…essen..bett.
chrissi hat es sich…mal wieder….zur aufgabe gemacht den tag zu versaufen.
so vegetieren wir also dahin…tagein tagaus….manchmal kommt chrissi mit nach ks…meistens fahre ich alleine…bett…fernsehn..umfallen…uns fällt die decke auf den schädel.

wir müssen also mal raus. es ist samstag..und unser spontaner gedanke etwas total bescheuertes zu unternehmen treibt uns ans meer. der plan ist wie folgt…wir steigen hier in den zug…machen kurz in kassel halt…heroin und alk kaufen…dann weiter über hannover bis bremen…dort übernachten…morgens an die küste..frühstücken…und dann mit nem bummelzug wieder nach hause….eigentlich ne prima idee…wenn man von der jahreszeit mal absieht.
den ganzen vormittag über war das wetter eher mild…gelegentlich kam sogar die sonne durch die wolkendecke hervor.
wir packen ein paar klamotten in den rucksack…und laufen los richtung dorfbahnhof….kaufen uns ein wochenendticket…und steigen in den nächsten zug.

in der bimmelbahn koche ich mir auf dem ziemlich siffigen scheißhaus (anders kann man das ding in dem zustand nicht wirklich bezeichnen…ich frage mich wo für dieser zugorganisationsverein eigentlich kohle kassiert) ein paar filter auf und hoffe auf einen kurzen stopp an einem kleinen bahnhof in einem der minibahnhöfe an der strecke…bei dem gerumpel trifft man sonst kaum ne vene.
endlich hält der zug für einen kurzen moment…jetzt nur n ruhiges händchen behalten und treffen…sonst hab ich n problem. ein problem hat auch die person die genau in dem verdammten moment in dem mein blut in die quetsche schießt an die tür von diesem verfluchten klo klopft und dem oder der anscheinend die blase oder sonstwas drückt. ich rufe irgendwas von infektiösem dünnschiss durch die tür und das klopfen endet abrupt. ich schaffe es grade so den abbinder zu öffnen und die wässerige plörre in meine blutbahn zu befördern…aber schon beim blut-nachziehen fährt das rumpelmobil weiter..und das geruckel beim anfahren sorgt fast dafür mir die quetsche aus dem arm rutscht.
ziemlich genervt spüle ich die pumpe im waschbecken des zuges aus…(kein trinkwasser…von nicht zum injizieren verwenden steht da nix) tupfe mir mit diesem sandpapier-ähnlichen lappen zum hände abtrocknen das blut vom arm…verstaue mein besteck, wanke den gang des zuges entlang und lasse mich in den sitz neben chrissi fallen die die schon etwas besorgt auf mich wartet und jetzt beruhigt einen großen schluck aus ihrer weinflasche trinkt.

ankunft in kassel….das wetter kippt total. es wird ziemlich windig und frisch. wolken ziehen auf…scheiße. chrissi…mal wieder viel zu dünn angezogen…friert sich verständlicherweise ihren hintern ab…ich fröstele eh dauernd weil ich konsequent unterdosiert durchs leben laufe…mal abgesehen von der einen stunde nach nem schuss….die ist zwar noch nicht ganz rum…aber so ein paar filter halten auch nicht wirklich lange warm.
wir haben den regionalexpress genommen (eigentlich ist das scheißegal welchen zug man aus diesem kaff hier nimmt..der normale bummelzug fährt von uns bis zum hauptbahnhof in ca. 65min…der express fährt bis zum fernbahnhof ca. 55 min…ein riesengewinn an zeit…dafür muss man dann mit der straßenbahn quer durch kassel fahren ) und stehen nun im nieselregen vor dem kasseler fernbahnhof…warten auf die straßenbahn. ich verfluche die idee bei diesem mistwetter so eine tour zu unternehmen..ich verfluche die straßenbahn…ich verfluche den zwischenstopp den wir einlegen müssen damit ich mir shore kaufen kann…eigentlich könnte dieser verdammte planet grade explodieren…wäre zumindest beruhigender als diese bekloppte und aus langeweile gestartete tour.
endlich kommt die straßenbahn…mit der linie 3 bis zum stern…dort angekommen schaue ich kurz in die runde ob ich irgendein gesicht erblicke das auch nur annähernd nach heroin aussieht..dann könnte ich mir mückes siffige bude ersparen…natürlich ist keine sau da…anscheinend ist sogar den junks und den straßendealern das wetter zu schlecht. also warten auf die linie 5 und weiter richtung holländische…an der araltanke steigen wir aus…und da wir es verpeilt haben im markt am bahnhof für chrissi was zu saufen zu organisieren kaufen wir an der tanke bier und sekt und laufen quer über die straße rüber zum haus von mücke und horst….wir klingeln und laufen die usseliegen treppenstufen hinauf. horst´s bessere hälfte öffnet uns die tür und der muffige geruch der wohnung prügelt uns mit voller wucht in die nase.
im sommer hat sich das trio ja wenigstens ein mal am tag dazu durchgerungen das fenster zu öffnen. jetzt..in den kühleren monaten beschränkt sich das lüften auf ein mal pro woche..oder pro monat..oder an weihnachten….auf jeden fall stinkt es bestialisch nach schweiß..alkohol…verwesung und kaltem rauch. dazu kommt das ich so langsam aber sicher etwas affig werde…und das bedeutet der gestank verhundertfacht sich noch einmal…aber da wir ziemlich durchgefroren sind übersehen (ähh..überriechen) wir den mief und gehen durch den flur ins wohnzimmer.
chrissi muss..dank alk..mal wieder übernötig pinkeln…und da sie nicht unbedingt in der tanke auf die toilette wollte (was garantiert ein etwas hygienischerer ort gewesen wäre)…hat sie nun auch mal dieses abenteuer vor sich in besagter wohnung das klo aufzusuchen. hoffentlich ist sie schlau genug im stehen zu pinkeln.
ich frage in den raum ob genug shore da ist…so nen halben beutel brauche ich schon für die reise ans vereiste meer. natürlich ist nicht genug h da und der ticker kommt in ner stnde…sagt mücke. da man sich ja heutzutage nicht mal mehr auf die dealer verlassen kann plane ich ungefähr die doppelte zeit ein…und rechne mir aus wann wir endlich wieder fahren können.
wir schlagen uns die zeit in dieser muffelbude um die ohren…und um nicht total gelangweilt in diesem sumpf zu versumpfen laber ich horst ne kleinere menge für nen aufwärmschuß aus der tasche. das hat den vorteil das ich nicht mehr affig in der bude sitze.. das hat wiederum den vorteil das die shore im raum knapper und knapper wird…was wiederum den vorteil haben könnte das nun hoffentlich bald mal jemand nen dealer heranschafft…ich will raus aus der bude….und ich habe auch absolut keine lust mehr mir die zeit mit merkwürdigen kartenspielereien zu vertreiben…druffi-maumau.
in der zwischenzeit wurschtelt horst´s freundin in der küche herum…es riecht nach nahrungsähnlichen substanzen (sowas wie bratkartoffeln). nett wie sie ist bietet sie uns ihren versuch etwas essbares zu zubereiten an…eigentlich kein schlechter gedanke..durch den kleinen affentöter verspüre ich sogar ein hungerähnliches geühl…es gibt nur ein problem bei der nahrungsaufnahme in dieser wohnung…es wurde wahrscheinlich seit wochen nicht mehr abgewaschen…ok…ist nicht wirklich tragisch…was mir aber zu denken gibt ist das alle junk´s die sich dort versammeln..::das sind nicht grade wenige (mich eingeschlossen)…ihre pumpen in der spüle säubern…teilweise klebt das verdünnte blut noch auf den tellern…und das ist ein guter grund das essen abzulehnen.

es wird immer später….nach gefühlten einhundert stunden kommt endlich der heilsbringer und ich kann mich mit meiner wegzehrung eindecken und mir nen vernünftigen schuss machen. das gewarte hat mich derweil so genervt das ich jetzt auch ohne groß zu überlegen wieder in richtung heimat fahren würde…aber hey…wer möchte nicht mal gerne morgens..im eissturm..mit einer ziemlich angetrunkenen freundin…und genug heroin in der tasche am meer frühstücken.
nachdem ich meine pumpe im spülbecken ausgewaschen habe…und eine große erleichterung verspüre keine bratkartoffeln von diesen tellern gefuttert zu haben…(die spuren eines blutbades sind nix gegen dieses geschirr) dränge ich chrissi zum aufbruch.
natürlich fällt ihr genau in diesem moment ein das es draußen jetzt noch kälter sein dürfte als vor einigen stunden…und natürlich geht das gejammere los.
horst´s bessere hälfte rettet den merkwürdigen tag und borgt meiner fröstelnden hälfte einen dicken wollpulli und einen wollschal. drogengeschwängert und gut eingepackt geht die reise weiter. die hoffnung schwindet zwar langsam das wir noch einen zug erwischen der um diese uhrzeit..mit unterbrechung…bis in den norden der republik fährt…aber selbige…also die hoffnung halt…stirbt ja bekanntlich zuletzt.
also hinein in die lustige straßenbahn und auf zum hauptbahnhof. wir kaufen ein paar dosen bier und drucken uns am automaten die verbindungen aus….knappe fünf stunden fahrt mit regio-bahnen..ok..ist gebongt.

natürlich hatten wir zeit zum bier holen…aber um wenigstens noch n burger zu essen ist es zu spät (was viel schlimmer ist…es fehlt sogar die zeit für den nächsten schuss…aber ok…im zug isses eh wärmer) also springen wir in den regioexpress richtung göttingen.
irgendwie lieb ich zugfahren auf heroin…(zumindest zu einer zeit in der man in zügen noch rauchen durfte und die dinger nicht zu jeder uhrzeit bis zum bersten überfüllt waren)…anonymes reisen mit hunderten anderer menschen hat irgendwie was weltliches…dazu kommt das stundenlange eintönige rattern der züge…das stimmengewirr…solch eine lautstarke ruhe findet man selten.

der nächste knaller wird sich auf dem klo gesetzt…(gott sei dank fährt das ding etwas ruhiger wie die bahn vom kaff bis kassel)..und wir kommen ziemlich entspannt und angedüselt in göttingen an.
die gut zwanzig minuten aufenthalt versuche ich zur nahrungssuche zu nutzen…aber das angebot im göttinger bahnhof ist ziemlich begrenzt (der göttinger bahnhof ist sowieso der bringer)…und überzeugt von dieser pommesklitsche bin ich auch nicht wirklich. also suchen wir unseren bahnsteig und warten bei eisigem wind auf den anschlusszug nach hannover irgendwie richt die luft nach schneefall….so langsam fängt das wetter an die sinnhaftigkeit dieser aus purer langeweile geborenen aktion noch zu toppen.
der zug fährt mit lautem gequietsche ein und wir sind froh darüber wieder ein fahrendes dach überm kopf zu haben.
wir vertreiben uns die zeit bis hannover mit kartenspielen und nehmen uns vor dort am hbf endlich was zu futtern. seit der expo hat der bahnhof zwar viel von seinem charme eingebüßt (heute haben das fast alle bahnhöfe die mehr an shopping-malls erinnern als an die ursprünglichkeit der lebensadern)..aber das futterangebot hat sich deutlich verbessert.

gegessen wird beim mexicaner…und der biervorrat wird aufgefüllt. es bleibt sogar noch etwas zeit im buchhandel zu stöbern und mir ein buch zu kaufen (american psycho).
nach ner knappen stunde geht es gestärkt weiter in richung bremen…hatte ich erwähnt das es in hannover noch kälter ist als in göttingen und wir vereinzelte schneeflocken beobachten können?…aber egal..nur die harten bla bla bla….wir sind jetzt schon so nah am ziel…rückzieher iss nicht.
der bummelzug von hannover bis bremen ist komischerweise etwas überfüllt…und das obwohl wir schon weit nach 21:00 haben. trotzdem haben wir glück und wir finden direkt an der treppe in dem doppelstöckigen zug noch zwei sitzplätze…mit blick von oben aufs klo. der vorteil ist das ich genau timern kann wann der lokus frei ist und ich mir meinen verdauungsknaller machen kann.
kurz nach der abfahrt bietet sich eine gute gelegenheit…und die wird genutzt.
wegen der rüttelei..der eile und meinem leeren magen sind die letzten ladungen die ich mir in die vene fabriziert habe eher milde ausgefallen…zwar hab ich da schon bemerkt das die shore recht gut ist (liegt wahrscheinlich daran das mücke die menge nicht noch einmal verlängern konnte und ich es direkt von seinem ticker bekommen habe)…aber nach dem guten mexikanischem junk-food und zur feier des tages klopp ich mir mal etwas mehr auf den löffel…dazu so wenig wasser wie möglich um nicht zu lange sinnbefreit bei dem gerüttele in meinen armen rumstochern zu müssen.
vorsichtig lege ich den löffel auf die ablage neben dem waschbecken…rumms…zug macht ne vollbremsung…der löffel wackelt bedenklich und die suppe auf dem löffel schlägt tsunami-ähnliche wellen…aber nix verschwappt…dafür kann ich meinen herzschlag bis in die fingernägel spüren…kann dieser lockführer-freak nicht vorher wenigstens mal erklären warum er versucht den zug binnen einer hundertstel sekunde zum stillstand zu bringen? etwas von verfluchtem fuck faselnd werfe ich nen kippenfilter in die brühe und ziehe die quetsche auf…binde mir den arm ab….suche eine vene..treffe..drücke ab…und ungefähr nachdem die hälfte der suppe in meiner blutbahn gelandet ist fährt der zug mit dem gleichen geruckele an wie er angehalten hat…bingo…gott sei dank hab ich langsam gedrückt..sonst hätte ich jetzt nen lustig eiternden abszess…und das ist aufm oberarm auch nicht wirklich sexy. nach kurzem stochern versenke ich den rest heroin in meinen eingeweiden…ziehe die nadel aus dem arm..wasche die pumpe im waschbecken aus…mir wird schwindelig und verdammt heiß….und bevor ich überhaupt groß nachdenken kann muss ich kotzen.
um nicht das ganze klo zu versauen (geht das in zügen überhaupt?) versuche ich den deckel der toilette mit dem fuß zu öffnen um dort hinein zu kübeln…leider versagen in diesem zustand meine akrobatischen künste…ich bekomme zwar den deckel auf…aber mir wird schwarz vor augen..ich stolpere und finde mich sitzend auf dem boden der zugtoilette wieder…kotze im sitzen in das offene und stinkende scheißhaus.
natürlich klopft..mal wieder..in diesem moment jemand an die tür…aber mehr als ein gurgeln bringe ich nicht mehr zustande…das klopfen verstummt. jetzt bloß nicht hier auf diesem siffigen klo verrecken….so klischeemäßig hab ich mir meinen abgang dann doch nicht vorgestellt.
leicht panisch versuche ich meine gedanken zu sortieren…irgendwie schaffe ich es mich an dem handwaschbecken hoch zu ziehen und mir kaltes wasser ins gesicht zu befördern.
meine augen sehen in dem spiegel aus wie eine blutunterlaufende pampe….von dem geschmack in meinem mund will ich gar nicht anfangen..
leicht dösig und etwas genervt öffne ich die tür…und vor mir steht…der schaffner…und glotzt mich fragend an. er scheint zu wissen das ich ne fahrkarte besitze…(vorsorglich hatte chrissi ihm bei der kontrolle erzählt das ihr begleiter leichte magenprobleme bekommen hat und mal kurz auf der toilette sei…kurz..klar..ziemlich kurz)…aber seinem blick entnehme ich das er rafft das mit mir etwas nicht wirklich in ordnung ist. meine gesäuselten erklärungsversuche das mir der mexikanische imbiss nicht bekommen sei beruhigen in etwas…
ich torkele zum sitz..chrissi schaut ähnlich entgeistert wie der fahrkartenmann…stellt aber gott sei dank keine fragen. mir fallen im minutentakt die augen zu….ist aber auch nicht weiter tragisch da meine bessere hälfte auch schon einen etwas derberen im tee hat und durch das lange zugfahren und den alk leichte müdigkeitserscheinungen hat.

kurze zeit später erreichen wir endlich bremen…zum glück..sonst wären wir wahrscheinlich eingeschlafen…
nach dem öffnen der zugtür trifft uns der schlag….ein eisiger polarwind peitscht uns ins gesicht..und riesige schneeflocken fallen vom himmel…(gott sei dank haben wir das geschneie noch nicht im zug bemerkt…ich hätte sonst den lokomotivführer zur umkehr gezwungen).
ok..was macht man in so einer situation..um ca. 22:40 in bremen…ziemlich druff…und mitten im schneesturm….kein plan wo man pennen soll…genau…man organisiert sich zuerst einmal einen neuen biervorrat und n belegtes brötchen (ich hatte nach der kotzerei langsam aber sicher wieder hunger…zudem ist frische luft ja bekanntlich gut für den appetit)…setzt sich auf eine bank im bahnhof…trinkt den schoppen und lacht sich halbtot.
nach dem ersten schockbedingten lachanfall gehen wir auf nachtlager-suche. die bahn hilft. am infostand erklärt man uns das posthotel sei hier ganz in der nähe..und dort könnte man relativ billig und gut übernachten…das ding sei gleich ein stück die straße runter..und vor allem ist es laut infotyp das einzige halbwegs günstige hotel das 24/7 geöffnet hat.
leider hat uns der typ nicht erklärt welche straße und vor allem nicht in welche richtung…die infoleute denken natürlich meistens man hätte einen stadtplan gefrühstückt.

wir verlassen den bahnhof..und sehen..nichts mehr. der schneefall hat so zugenommen das wir noch ein paar laternen erkennen…sonst nix. prima…langsam aber sicher bin sogar ich leicht genervt (kommt nicht oft vor…aber…na ja). nach ca. 2min weiterer beratung kommen wir auf die idee nen taxi-fahrer zu fragen…noch während wir überlegen quatscht mich auch noch n druffi an und fragt uns ob wir shore bräuchten….nein..habbich selber jenuch…aber danke der nachfrage…anstatt den druffe nach dem hotel zu fragen tapern wir auf das nächste taxi zu…und fragen den fahrer nach besagter unterkunft. der erzählt was von „gleich da drüben…sieht man jetzt halt wegen dem schnee nicht“ und vertieft sich weiter in seine zeitung.
ich hab die schnauze voll..mache die taxitür auf…setze mich auf den beifahrersitz und erkläre ihm eindringlich er solle uns jetzt bitte vor diesen scheiß eingang fahren…und wenn es nur zwanzig meter sind…
er legt seine zeitung an die seite…guckt mich ziemlich merkwürdig an…sagt ok..chrissi steigt auf die rückbank…und er fährt los….ca. einhundert meter..grinst blöd..und sagt kurz und knapp“ wir sind da“…jetzt gucke ich zwar ziemlich merkwürdig..aber im endeffekt sind wir wenigstens am ziel.
wir bezahlen die teuersten hundert meter in unserem leben…und nehmen uns ein zimmer…eigentlich eher eine überteuerte abstellkammer mit bett….ist aber immer noch besser als sich ein iglu zu bauen.
raus aus den klamotten…noch n bier und n kleinen schuss….das reicht um gut zu schlafen.

wir wachen auf und es ist schon wieder hell. ein blick aus dem fenster genügt um einen ziemlich dicken haken an die idee „frühstück am meer“ zu machen….es liegen bestimmt 10cm schnee….prima.
weil wir voller enthusiasmus natürlich das zimmer ohne frühstück gebucht haben packen wir nach dem duschen unsere klamotten zusammen…(natürlich nicht ohne einen guten morgen pitsch)…und tingeln wieder richtung bahnhof…frühstücken dort (kaffe…bier und brötchen) und beschließen wegen des bombigen strandwetters die heimreise anzutreten.
diese verläuft ausnahmsweise ohne nennenswerte zwischenfälle…und somit sind wir am sonntag nachmittag froh wieder zu hause zu sein…ohne schnee…und im strahlenden sonnenschein…aber hey…wir haben uns wenigstens nicht gelangweilt und waren mal unterwegs.

stay tuned

euer druffi

Advertisements

~ von realflippy - 26/11/2014.

6 Antworten to “warum man im winter nicht übereilt eine komische tour unternehmen sollte…..ende 2003 glaub ich.”

  1. Hi,Ich bin ein begeisterter Leser deiner kleinen Storys und freue mich immer wenn es was neues von dir gibt!Bin selber seit ueber 15 Jahren im Metha-Programm und insgesammt so 20 Jahre dabei.Bin jetzt ende 30 und irgendwelche fortschritte sind leider nicht in sicht.Also weiterhin alles gute und du machst das schon.Michi

  2. Bin beeindruckt, macht spass bei Dir zu stöbern 🙂

  3. Kann Dir wohl keine direkte Mail senden. Würde mich freuen, wenn Du auch bei mir etwas zum Thema zu sagen hast . (Gastautor) Mein erster Redner (Der Rebell) ist nur fokussiert auf Cannabis. Vielleicht hast Du Lust, grinz

  4. Hey, ich wollte nur einen Gruß da lassen. Ich lese deinen Blog sehr gerne, hoffe auf weitere Geschichten.
    Pass auf dich auf 😉

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