der codeinschock….anfang 2012

auch wenn das jetzt schon in gewissen foren zu finden ist und ich es hier gelöscht hatte lad ichs noch mal hoch…gehört halt auch irgendwie dazu..

januar/februar 2012

seit acht jahren bekam ich von meinem doc dhc saft, als ersatz vom heroin. der doc hat auch mal substutuiert, das ist aber schon ein paar jährchen her.

da ich vom land komme und die substiärzte hier relativ dünn gesät sind bin ich nach einer methadon und benzoentgiftung und anschließendem rückfall mit h wieder zu meinem alten arzt und er half mir zuerst mit oxycodon….dann mit den guten alten remmis und danach mit dhc saft auf privat btm rezept. das war vielleicht nicht ganz der legale weg, aber mein doc hat mir damals echt das leben gerettet. btw..ich hatte die letzten 8 jahre auch keinen beikonsum mehr.

da ich den ganzen kram aber privat bezahlen musste und das ziemlich ins geld ging bei 4 flaschen und ca 45€ pro flasche im monat dachte ich mir ende des jahres probier es mal mit einem antrag zur kostenübernahme. habe mit meinem doc auch darüber gesprochen und der sagte ich solle es versuchen….. gesagt getan…..brief an krankenkasse mit bescheinigung vom doc das ich das zeug bekomme und auch warum und dann abwarten.

kurz um…. der doc hatte gar keine genehmigung mehr zum substituieren und hat dann probiert bei der kvv die zulassung wieder zu bekommen. denke mal das das der größte fehler bei der ganzen aktion war… denn dann ging´s erst richtig los….

hatte mich aber in der zeit schon mal nach nem doc mit ner zulassung umgesehen und bin auch in einer nahegelegenen kleinstadt fündig geworden….aber wollte halt erst mal abwarten was passiert.

am freitag den 27.01.12 bekam ich einen anruf von der praxis das ich mich mal melden sollte. weil ich montags eh meinen saft holen musste und als der anruf einging nicht da war dachte ich mir es kann ja nicht so wichtig sein und kann ich auch montag klären. der anruf meines bekannten, welcher die gleiche geschichte am laufen hatte mit dem dhc erreichte mich auch nicht.

mm montag morgen dann in der pause zum doc und peng…..legt der mir einen schrieb von der kv vor der es ihm untersagte uns weiter den saft zu verschreiben und der von dem doc eine stellungnahme verlangte warun er das alles so gemacht hat wie er es halt gemacht hat.

SCHOCK….mein gesicht zu dem zeitpunkt gefilmt hätte wahrscheinlich echt viel geld auf youtube gebracht…. 😀 .

aber man ist ja kein druffi wenn man nicht denkt das man noch was reissen kann. habe dann bei dem anderen arzt angerufen….die situation geschildert ( mein alter doc hatte auch schon mit dem arzt geredet ) und die sprechstundenhilfe sagte mir wenn ich das auf privat bekommen möchte könnte man bestimmt was machen. Sollte nachmittags in die praxis kommen.

voller hoffnung nachmittags dann zu diesem doc. schon leicht nervös aber immer noch in dem glauben es geht alles gut.

auf ins sprechzimmer und dann ging´s los: lage geschildert und um hilfe gebeten.. gesagt ich bin berufstätig ( stimmt auch ) und seit jahren keinen beikonsum….( stimmt auch ) und dann…..

oton doc: was wollen sie eigentlich… codein ist auch ein opiat… da brauchen sie auch nicht stolz drauf sein… bei mir war schon die polizei weil ich hier schon todesfälle hatte… ich hab keinen bock mehr auf die scheisse….bin doch nicht die anlaufstelle für jedes pack hier…..gehen se ins krankenhaus, lassen sich auf methadon einstellen und dann können se vielleicht mal wiederkommen,…ihr job interessiert mich nicht!!!!!!!

….mein zweites gesicht für youtube…. ich war so perplex über diesen doc das mir eigentlich schlagfertigen typen kein wort mehr eingefallen ist.

nach dem anruf bei zwei weiteren suchtambulanzen hatte ich keinen bock mehr weiterzubetteln., habe meine reisetasche gepackt und meiner frau die order gegeben den rettungswagen zu rufen.

montag abend…gegen 20.00 uhr kam der dann auch und ohne die fahrerin und den sani hätte ich echt meinen glauben an die ärtzteschaft ganz verloren…. die haben sich so geil gekümmert das ich einen platz in der entgifte bekomme und das innerhalb von ner halben std.

ab in die entgifte inner klappse. wer nordhessen kennt wird wissen wohin.

abends um ca 22.30 endlich auf station….dachte das wird schon alles. das ich am ersten abend nichts mehr kriege war auch klar aber dann der nächste hammer am dienstag morgen.

weil mir der avd nur atosil aufgeschrieben hatte und ich nun doch langsam aber sicher affig wurde musste was passieren.

eine er ärztinnen auf station hat mir nicht geglaubt das ich überhaupt dhc saft bekommen habe und mir unterstellt ich hätte 8 jahre lang rezepte gefälscht….?“

na ja.. dann gespräch mit behandelndem arzt auf station. der machte mir erst mal auf, das ich glück gehabt hätte das der avd keine ahnung hatte, denn sie würden auf der station nicht vom codein entgiften. aber wenn es mir ernst wäre könnten wir es ja probieren. ein  problem war nur das sogar in den richtlinien zur opiatentgiftung codein wenig bis gar nicht mehr vorkommt. die wussten echt nichts mit mir anzufangen. der doc hat sogar probiert codein zu bekommen….ging aber nicht. also letzte möglichkeit: subutex.

jener doc hatte aber die befürchtung  ich wolle mich auf station nur über ein paar tage beruhigen und dann wieder abhauen wollte er mich nicht hoch dosieren.

also fing er an vorsichtig zu dosieren…bei meinem konsum von 1200-1600mg dihydrocodein täglich.

0,4mg, die total verdampft sind, dann nochmal 0,4 und auch die verflogen im körper also mir ging es echt bescheiden. er war der meinung das das auch in der schmerztherapie so dosiert wird und reichen müsste. auf die aussage hin das tumorpatienten auch nicht fast 20 jahre vorher opiate in rauen mengen genommen haben und ich 70 ml 2% dhc saft jahrelang konsumiert habe gab es erst mal nur ein achselzucken.

erst am mittwoch nachmittag, nach intervention der krankenkasse und einem intensieveren streitgespräch mit dem herrn doctore sah er das es so nicht geht und mir ernst war mit der entgiftung. auch wenn er meinte, das ich mal nicht so offensiv leiden sollte auf dem flur der station.. würde mir auch nichts bringen…hat er mir dann nach einiger zeit noch einmal nur 2mg subutex verordnet. damit war ich dann auf 2,8mg und oh mein gott es hat gerreicht.

habe die entgiftung echt durchgezogen…obwohl auf der station in diesen 2 wochen das totale chaos war.. und bin jetzt heute auf den tag genau 8 tage auf null und habe sogar zu dem stationsdoc echt n gutes verhältnis gehabt. als der gesehen hat das es mir ernst war ist der echt aufgetaut.

im nachhinein bin ich dem doc sogar etwas dankbar…. dann mit höherer dosierung hätte ich 4-5 wochen in dem irrenhaus gesessen und bei den zuständen mit gewissen anderen patienten zu der zeit hätte ich darauf echt keinen nerv gehabt.

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~ von realflippy - 09/01/2013.

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